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Zur Entstehung

Auf ein Schreiben an die SPD Büdingen, wurde die "Interessengemeinschaft Radwege Büdingen" gegründet. Am 23.02.2007 traffen sich Dr. Peter Steinbrecher, Armin Lommel, Dieter Egner und Bürgermeister Erich Spamer um die IG zu gründen. (Aktennotiz)

Das erste öffentliche Treffen fand am 1.März 2007 mit guter Beteiligung in der Stadtverwaltung statt. Es wurde der überwiegend schlecht Zustand der Radwege thematisiert. Ebenso wurde über die Beschilderung der Radwege, welche in erster Linie durch den Wetteraukreis erstellt wurden, gesprochen. Die Stadt scheut die Wegesicherungspflicht und die damit verbundenen Kosten - daher gibt es kaum städtischen Radwege und keine gepflegten Radwege ohne Schlaglöcher.

Es zeigt sich weiterhin, dass es innerhalb der Stadtverwaltung niemanden gibt der sich professionell mit dem Thema Verkehrsplanung beschäftigt. Das kann man aber auch recht einfach an der veralteten Verkehrsinfrastruktur in der Stadt erkennen. Nach drei Jahren regelmäßiger Treffen hat sich immer noch kein Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwltung gefunden und den Bürgern wird abverlangt den richtigen Ansprechpartner selbst ausfindig zu machen und sein Anliegen dort vorzubringen, dann solte man noch viel Zeit und Gedult mitbringen - die "Verwaltungsmühlen" in Büdingen sind mittelalterlich und die Mitarbeiter mit 10%iger Wahrscheinlichkeit krank.

Es fanden bisher Treffen zu folgenden Terminen statt:

01.03.2007 Memo zum erstes Treffen

30.03.2007 Memo zum zweiten Treffen

                Herr Spamer berichtete von angespannter Personalsituation und das bezüglich Radwegen keine Planungen vorliegen würden. Vieles wäre möglich wenn es konsequent verfolgt würde.

27.04.2007 Memo zum dritten treffen

                Ein Entwurf wird vorgestellt die Anschlußpunkte Radweg am OBI, Radweg Düdelsheimer Straße, Radweg Richtung Rinderbügen (Am Hain) und Radweg Vogelbergstraße zu verbinden und durch die Stadt zu führen. Es wurde festgestellt, daß auch Schwimmbad, Gymnasium, berufliche Schulen sowie Lorbach einen Anschluß benötigen würden. Orleshausen hat aktuell auch keine Radwegeverbindung, nur über die Landstraße auf der viel zu schnell gefahren und aggressiv überholt wird.

08.06.2007 Memo zum vierten treffen

                 Innerstädtische Radwege können nicht bezuschußt werden. Bei überregionalem Interesse wäre dies eventuell aus Landesmitteln möglich - eventuell der Weg nach Rinderbügen hoch an der Seeme entlang. Vulkanradanbindung wird durch Wetteraukreis (Herr Dr. Fertig) gebaut bis Ende 2010. Radwege Eckhardshausen Hammersbach wegen zu wenig Verkehr abgelehnt. Ob berücksichtigt wurde, das zur Zeit das befahren der Straße mit dem Rad vie zu gefährlich ist bleibt unklar.

07.08.2007 Memo zum fünften treffen

                Herr Spamer und Herr Marth berichteten über Fördertöpfe, Haushaltsposten für Radwege und Planungsanfragen für verschiedene Strecken. Herr Spamer rechnet mit der Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde zum Brettersteg über das Feuchtgebeit am Seemenbach bis zur Kläranlage. Herr Spamer erklärt seine Bedenke gegen die Ausschilderung von Radwegen, weil die Stadt dadurch eine Verkehrsschierungspflicht hat. Andere Städte haben da offenbar keine Probleme?

18.10.2007 Memo zum sechsten treffen

                      Viele Fragen sind bis heute nicht beantwortet, etwa wo der Radweg beim neubau der Berliner Strasse an den Weg am seemenbach angebunden wird und wie man vom herzberplatz mit dem Rad zur Bahnhofstraße kommen soll? Wird sich in der Berliner Straße etwas für Radfahrer tun? Die Eisenbahnbrücke wurde zwischenzeitlich erneuert und die zu niedrige Durchfahrt tatsächlich erhöht, leider nicht wesentlich verbreitet.

20.12.2007 Memo zum siebten Treffen  

                 Der Vorschlag den Radweg an der neuen Polizeistation durch eine Brücke mit der Thiergartenstraße zu verbinden wird für sinnvoll erachtet. Umsetzung durch wenn, wann und wie bleibt offen. Radweg zum Lippertsberg soll im Rahmen des Stadtumbaus erfolgen. FWG schlägt einen zentralen Fahrradabstellparkplatz vor - wird für so sinnvoll wie das "Büdinger Parkhaus" erachtet (also ein Schildbürgerstreich)!

21.02.2008 Memo zum achten Treffen 

                Problematik des Schülerverkehrs zum Dohlberg und zur Stadtschule wurde besprochen. Schüler sollten sicherere Radwege bekommen! Projekt Radlust wird angekündigt. Hier geht es um 'Share Space' - alle Verkehrsteilnhemer sind gleichberechtigt und es gibt keine Schilder. Wäre schön sowas in der Eberhard-Bauner Allee zu bekommen! Baupojekt Bahnhofstraße.

10.04.2008 Memo zur Rad(Stadt)rundfahrt in 2008 

                Auf Anregung von Frau Göllner wurde eine kleine Rund auf dem Rad durch die Stadt gefahren, Bürgermeister Spamer benutzte ein Dienstfahrrad der Stadt. Besichtigt wurde unter anderem die Bahnunterführung "Berliner Straße", der Radweg "An der Saline" und das Radwegeende an der neuen Polizeistation. Leider konnte Herr Spamer kaum konkrete Maßnahmen nennen. 

03.06.2008

18.03.2009 Memo zum Treffen in 2009 

                     Aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Stadtverwaltung wurde die Zahl der Treffen reduziert. bis heute hat die Stadtverwaltung nur sehr wiederwillig von den Mängelpunkte Kenntnis genommen aber bisher nicht im Bereich Radwegereparatur, verbesserung der Beschilderung, Sicherheit von Radwegen etc. unternommen. Beispielhaft wurde vorgeschlagen die Steine an der Zufahrt zum Aldi-Markt etwas weiter auseinander zu rücken damit auch Rollstuhlfahrer und kinderwagen von "An den Weiherwiesen" zum Markt fahren können. Nichts ist bisher passiert.

 

21.04.2010 Memo zum 1. Treffen in 2010 

                      Die Städtischem Mühlen malen langsam und der Stadtumbau verlangt auch seinen Tribut daher erst jetzt wieder einTreffen. Herr Lenz vom Bauservie / -amt (Was das in Büdingen mit Service zu tun hat ist unklar) war das und berichtete von seiner Tätigkeit und den laufenden Projekten. Wenn die Stadt einen genehmigten Haushalt hätte könnte einiges geplant und gebaut werden, leider ist dem nicht so. Viele angeregt Themen liegen auf Eis. Es werden kommen der Radweg nach Lindheim und die Vulkanradweganbindung wird fertig gestellt. Wenn der Magistrat es beschließt soll ein Verkehrsplaner das Radwegenetz Büdingen planen. 

 

02.09.2010 Memo zum 2. Treffen in 2010 

                      Nach vielen Bemühungen war Herr Jörg Sebulke und Herr Christian Lohrey unsere Gäste und berichteten einiges aus ihrem täglichen Problemen. Es wurden kritische Punkte in der Brunostraße und  an der Saline begutachtet und Informationen zur wilhelm-Lückert Straße gegeben.

 

 Am 22.5.2010 hatte die Bürgerinitiative in Eckhardshausen eine Demo für eine Radwegeverbindung von Eckhardshausen nach Hammersbach organisiert. Hier gab es etwas 200 Teilnehmer bei super Wetter. Der Kreisanzeiger berichtete.

 

Auch der Ortsbeirat von Orleshausen und Büches war letztendlich erfolgreich mit seinen Forderungen nach einem Rad-/Fußweg von orleshausen nach Büches. Am Samstag dem 30.10.2010 war die Eröffnung obwohl der Weg bereits seit 2002 geplant und Fördergelder beantragt wurden. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß auch die Umsetzung. Dann kam die Büdinger Verwaltung ins Spiel die erst mal alles liegen ließ.

Erst als die Information kam das die Fördermittel deutlich gekürzt werden wenn diese nicht rechtzeitig geantragt und die Baumaßnahme entsprechend umgesetzt wird machte der Ortsbeirat Orleshausen (Herr Karger) druck. Zum Glück konnten alle Termine fristgerecht eingehalten werden. so das der mit 800.000,-€ im Haushalt angesetzte Radweg nun etwa 300.000,-€ gekostet hat von denen 179.000,-€Fördergelder waren. Das letzte Wegestück soll mit der Ortsumgehung Büches gebaut werden. 

 

Auch die Kinderlobby hat ein Projekt "Verkehrte Welt" angestoßen mit dem die Verkehrssituation für Kinder in der Familienstadt Büdingen verbessert werden soll.

Herr Spamer machte darauf aufmerksam das Mängel am besten schriftlich eingereicht werden und dann gesammelt an die zuständige Abteilung geleitet werden. In späteren Treffen wurde dann deutlich das es viele zuständige Abteilungen gibt und die Entscheidung welche wirklich zuständig ist oft schwer fällt. Beschilderung und Markierung werden etwa vom Amt 32, Herr Sebulke, bearbeitet während der Radwegebau ins Bauamt (Herr Lenz) fällt.

Ein Verkehrsentwicklungsplan wurde in den Jahren 2002 bis etwa 2004 erstellt und machte konkrete Vorschläge. Leider kam es nie zu einer Umsetzung von Vorschlägen dieses Planes. Er wird aber derzeit vom Stadtumbau verwendet für weitere Planungen.


Verbesserungen im Stadtgebiet

Innerhalb der Stadt sollte viel öfter die Verwaltungsordnung zur STVO angewendet werden:

Die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde sowie die Polizei sind gehalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Radverkehrsanlagen auf ihre Zweckbestimmung hin zu prüfen und den Zustand der Sonderwege zu überwachen. Erforderlichenfalls sind von der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei bauliche Maßnahmen bei der Straßenbaubehörde anzuregen.

 

Hier gäbe es recht viele stellen an denen Verbesserungen notwendig wären. Auch die Radwegbeschilderung in Büdingen genügt an vielen Stellen modernen Anforderungen nicht (mehr).

 

Wichtig wäre es Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen auf sicheren Verkehrswegen zur Schule, zum Schwimmbad und in die Stadt zu Treffpunkten zu kommen. Der Weg zum Wildpark ist in schlechtem Zustand und viele Wege sind nicht sicher weil die Autofahrer nur unzureichend auf Radverkehrsanlagen hingewiesen werden.

Zu diesem Zweck hat die IG-Radwege viele Vorschläge zu Verbesserungsmöglichkeiten gemacht, wie etwa die Erhöhung und Verbreiterung der Unterführung unter der Eisenbahnbrücke am Seemenbach. Hier kommt man nun deutlich bequemer hindurch. Toll wäre es wenn dieser Radweg am Seemenabch besser ausgebaut würde. Auch eine Weiterführung an der Stadtschule vorbei bis in die Altstadt wäre sinnvoll, weil damit für Radtouristen eine attraktive Strecke entstehen würde.