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Vorschläge für Verbesserungen

 

In Büdingen gibt es zu wenige zusammenhängende Radwege – sowohl innerstädtisch als auch in der Großgemeinde.
Radwege die bereits vor zig Jahren erstellt wurden werden nicht erneuert. Beispiele sind :
- Radweg in der Vogelsbergstraße (Aus-/Weiterbau zur Bahnhofstraße nötig)
- Radweg zum Sandhof
- Radweg an der B457 zwischen Kläranlage und Büches

 

 

Was angegangen werden muss

 

Die wenigen vorhandenen Radwege müssen miteinander verbunden werden. Es sollte möglich werden mit dem Fahrrad auf sicheren Radwegen die Stadt zu durchqueren ohne mit dem Autoverkehr in Konflikte zu geraten.

 

Eigentlich sollte ja in Verwaltungen die Verwaltungsvorschrift zur STVO umgesetzt werden. Diese besagt unter anderem: Die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde sowie die Polizei sind gehalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Radverkehrsanlagen auf ihre Zweckbestimmung hin zu prüfen und den Zustand der Sonderwege zu überwachen. Erforderlichenfalls sind von der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei bauliche Maßnahmen bei der Straßenbaubehörde anzuregen.
oder : 

2. die Benutzung des Radweges nach der Beschaffenheit und dem Zustand zumutbar sowie die Linienführung eindeutig, stetig und sicher ist. Das ist der Fall, wenn a) er unter Berücksichtigung der gewünschten Verkehrsbedürfnisse ausreichend breit, befestigt und einschließlich eines Sicherheitsraums frei von Hindernissen beschaffen ist. Dies bestimmt sich im allgemeinen unter Berücksichtigung insbesondere der Verkehrssicherheit, der Verkehrsbelastung, der Verkehrsbedeutung, der Verkehrsstruktur, des Verkehrsablaufs, der Flächenverfügbarkeit und der Art und Intensität der Umfeldnutzung. Die lichte Breite (befestigter Verkehrsraum mit Sicherheitsraum) soll in der Regel dabei durchgehend betragen:

aa) Zeichen 237 - baulich angelegter Radweg möglichst 2,00 m
mindestens 1,50 m
 - Radfahrstreifen (einschließlich Breite des Zeichens 295) möglichst 1,85 m

mindestens 1,50 m

Der komplette Wortlaut ist leicht im Internet zu finden. Etwa hier

Wie man leicht feststellt werden diese Empfehlungen in Büdingen nur sehr zögerlich umgesetzte. Überhaupt scheint Bürgermeister Spamer der erste Bürgermeister zu sein der gewillt ist etwas für Radfahrer zu tun.

In den Jahren 2004 oder 2005 wurde
- die Gymnasiumstraße und die Bruno-Straße erneuert - leider fehlt hier noch immer ein sicherer Gehweg für die Kinder der Grundschule. Man hält an Parkplätzen die halb auf den Gehwegen markiert sind fest – obwohl es z.B. vom VCD als illegal eingestuft wird.
Auch die Gymnasiumstraße böte Raum um einen Schutzstreifen zu realisieren – man traut sich nicht.

In Büdingen sollte viel durch das Ordnungsamt eine Gesprächsrunde zur Umsetzung der Verwaltungs-vorschrift einberufen werden, so dass an kritischen Punkten bei Neubaumaßnahmen sukzessive Verbesserungen einfließen können. Schlechtes Beispiel ist hier der Keltenkreisverkehr, obwohl hier ein Radweg ausgeschildert ist wurde versäumt diesen durch rotes Pflaster deutlich zu markieren.

Deutliche Markierungen fehlen zudem an allen Radwegeenden, wo die Radfahrer auf die Fahrbahnen wechseln müssen.

Hier ist eine gute Zusammenfassung des ADFC zur Förderung des Radverkehrs im ländlichen Raum.

 

Man kann die Definition Schutzstreifen und Fahrradstreifen nachlesen, von denen es in Büdingen zu wenige gibt.

Es gibt auch viel zu wenige fußläufige Verbindungen, die es den Bürgern ermöglichen würde auch mal schnell zu Fuß etwas zu erledigen.  Dadurch würde die Attraktivität des PKW vielleicht sinken und Kinder könnten auch mal alleine zur Schule, in den Kindergarten etc. gehen. Vor allem bei Neubaugebieten wie der Salzbachaue wird auf Fußwege verzichtet wodurch die Zugänglichkeit stark eingeschränkt wird.

Es fällt auf, daß besonders die schwächeren Verkehrteilnehmer - hier besonders Kinder - immer wieder ignoriert werden, obwohl die Stadt für das Programm "Familienstadt mit Zukunft" ausgewählt wurde. Sehr beliebte Unsitte ist das Parken des Autos mit einem Rad auf dem Gehweg. Kinderwagen werden gerne mal ohne Grund auf die Straße gezwungen - das Auto könnte auch auf der Fahrbahn parken.  Meist ist sogar ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe frei, aber da müßte man ja einparken können.

Nachdem uns im Treffen vom 21.4.2010 Herr Lenz einige
interressante Informationen geliefert hat war nun am 02.09.2010 Herr Jörg Sebulke vom Ordnugsamt unser Gast. Wir befuhren mit dem Rad einige kritischen Stellen der Stadt etwa 'Brunostaße' oder Herzbergpatz  - 'An der Saline'.
Schön wäre es in der Brunostraße einen Radweg auf dem Gehweg zu realisieren, dann könnte der Radweg am Seemenbach, über den Gehweg bis zur Ampel bruostr. und weiter zur Stadtschule, sicherer gestaltet werden.
Auch die Markierung die kürzlich in der Seemenbachstr.' aufgebracht wurde warnt Autofahrer sehr deutlich vor Radfahrern und Fußgängern die die Einmündung passieren. Leider müssen Autofahrer wegen der schlechten Sicht immer auf dem Überweg stehen bleiben - das sieht man oft in Büdingen.
Warum hier das Ordnungamt nicht vorher für ausreichende Sichträume sorgt bleibt ein Geheimniss.

·  Eckartshausen-Langenbergheim hier eine kurze Beschreibung der Demo am 22.5.10
Hier laufen derzeit Gespräche mit dem ASV wegen dem Ankauf der erforderlichen Grundstücksflächen. Die Planung muss durch die Stadt Büdingen separat betrieben werden. Dies erfolgt nun offenbar auch obwohl die Stadt keine Geld hat wie der Kreisanzeiger berichtet.

·  Rinderbügen-Büdingen
Hier  muss geprüft werden, ob ein Radweg  durch das Feuchtgebiet im Bereich der "Münzerwiese" realisiert werden kann , um zunächst die Durchgängigkeit zu schaffen. Es gab einen Vororttermin und eine Großplanung. Für eine Genehmigung wird aber eine Detailplanung (Kosten etwa 3000,-€) benötigt die aufgrund der fehlenden Haushaltsmittel gestoppt ist. Touristisch könnte das ein Highlight werden!

Als Ergebnis der Sitzungen fand man heraus, dass viele Radwege nur schlecht miteinander verbunden sind. Fast immer muß man verkehrsreiche Straßen nutzen oder queren um durch die Stadt zu kommen. Die Beschilderung ist auch nicht besonders gut gelungen.

Als logische konsequenz sollte die stadt daran arbeiten die vorhandenen Radwege in einen besserne zustand zu bringen und nach Möglichkeit weiterzuführen. Auch gibt es viele Möglichkeiten die vorhadenen Radwege zu optimieren oder abzukürzen, dass ist in aller Regel mit wenig Aufwand verbunden wenn man etwas mehr geistige Arbeit investiert.

 Im nehmenstehendem Bild wurde versucht alle wichtigen Punkte der Stadt, die mit dem Rad zu erreichen sein sollten zu verbinden. Schwierig wurde es beim Schwimmbad oder den Schulen, den hier bleibt man auf Straßen angewiesen.

Auch gäbe es Verbesserungsmöglichkeiten durch verlegen der Radstrecken weg von den Straßen in ruhigere Nebenstraßen, etwas bei der Berliner Straße böte sich eine solche Lösung an. Der Weg am Seemensbach durch die Stadt ist bereits jetzt schön zu fahren, wenn dann noch die Wegeoberfläche frei von Löchern und Pfützen wäre!

Schwierig war neben den Zuständigkeiten auch die Finanzierung zu klären, da es nicht möglich ist aus den Unterlagen klare Haushaltsposten  für Radwegepflege oder Radwegebau zu erkennen. Wenn solche da sind werden die Gelder in aller Regeln anderweitig verwendet.